Nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl führte Dr. Werner Habersack seit 1992 an einer Schule in Kiew/Ukraine ein humanitäres Hilfsprojekt für aus der Sperrzone evakuierte Kinder durch. Ziel war es, durch systematische Verbesserung der Mundhygiene eine Verringerung der Karies zu erreichen. Er konnte mehr als 10 Jahre lang eine regelmäßige Betreuung und Untersuchung der Kinder durch ein wissenschaftliches Team, in das Prof. Dr. Elmar Reich, Doktoranden und Kollegen eingebunden waren, durchführen. Großzügige Unterstützung leistete die Schweizer Firma GABA mit Zahnpasten und Bürsten. Die Ergebnisse der Bemühungen wurden in einer Longitudinalstudie erfasst und in der Dissertation einer deutschen Zahnärztin vorgelegt. Das Hilfsprojekt erfuhr auch in den ukrainischen Medien wie TV und Presse Aufmerksamkeit und Wertschätzung. Es gab Impulse zur systematischen Mundhygiene bei den Kiewer Kindern, die vor Ort vom Gesundheitsministerium aufgegriffen und weitergeführt wurden.

Ein zweites Hilfsprojekt führte Dr. Werner Habersack nach St. Petersburg/Russland an das Prof. Albrecht Institut. Der Leiter dieser bedeutendsten russischen Klinik für Menschen mit Amputationen, hatte vom Kiew-Projekt erfahren und wandte sich 1996 an Dr. Habersack mit dem Anliegen, bei Hand- und Armamputierten Kindern eine Verbesserung der Mundhygiene zu erreichen. Dies gestaltete sich zu einer großen Herausforderung, da erneut Mundhygieneartikel, auch batteriebetriebene Zahnbürsten für die Montage an Handprothesen benötigt wurden und nach Russland transportiert werden mussten. Hier konnte Dr. Habersack russische Zahnärzte gewinnen, die sich sehr engagiert in die Betreuung der Kinder einbrachten. Diesmal unterstützte die amerikanische Firma Butler das Projekt mit Zahnbürsten. Die Langzeitergebnisse wurden von einem russischen Zahnarzt untersucht und als Dissertation vorgelegt.